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Gut für alle - Die Argumente

Das duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung sichert einen hohen medizinischen Standard für alle Versicherten.

Deutschland hat im internationalen Vergleich ein leistungsstarkes Gesundheitssystem mit einem hohen medizinischen Standard – auch dank seines dualen Systems aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Allen gesetzlich und privat Versicherten steht ein flächendeckendes Netz von Krankenhäusern, Haus-, Fach- und Zahnärzten zur Verfügung. Die Wartezeiten für die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sind nach wie vor kurz.


Während rund 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gesetzlich versichert sind, haben gut zehn Prozent der Bevölkerung eine private Krankenvollversicherung. Indem sie für viele medizinische Leistungen höhere Preise und Honorare als die gesetzlich Versicherten zahlen, tragen die Privatversicherten überproportional zur Finanzierung des gesamten Gesundheitssystems bei.

 

Privatversicherte tragen überproportional zur Finanzierung des Gesundheitssystems bei.

Privatversicherte zahlen für viele medizinische Leistungen höhere Honorare als gesetzlich Versicherte. Damit stärken sie zugleich das gesamte Gesundheitssystem. Denn die Mehreinnahmen stehen Ärzten und Krankenhäusern auch als Investitionsmittel für moderne Behandlungsmethoden und Geräte zur Verfügung. Davon profitieren alle: privat und gesetzlich Versicherte.


Auch in Zukunft werden die beiden Krankenversicherungssysteme daher nur gemeinsam eine umfassende medizinische Versorgung sichern können. Deutschland braucht eine starke private Krankenversicherung – im Interesse der heutigen Versicherten und der nachfolgenden Generationen.

 
 

Ohne Privatversicherte fehlen dem Gesundheitssystem Milliarden.

Das wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherung (WIP) untersucht jedes Jahr, wie viel Geld dem gesamten Gesundheitssystem durch die höheren Honorare der Privatversicherten zusätzlich zur Verfügung steht. Im Jahr 2010 hat das WIP die Daten aus dem Jahr 2008 ausgewertet.


Demnach belief sich der Mehrumsatz im Jahr 2008 auf etwa 10,9 Milliarden Euro. Der Betrag hat sich in der Vergangenheit kontinuierlich erhöht. Er würde dem Gesundheitssystem fehlen, wenn alle Privatversicherten gesetzlich versichert wären.


Der größte Teil der Quersubventionierung entfällt mit rund 5,1 Milliarden Euro auf die Arzthonorare. Das ist ein erheblicher Betrag, auf den viele Praxen nach Angaben ihrer Betreiber angewiesen sind. So äußerte Markus Henkel, Geschäftsführer des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen, im Mai 2009 die Befürchtung: „Ohne die Privaten wären viele Praxen in ihrer Existenz bedroht“ (PKV Publik Ausgabe 04/2009).


Die Langfassung der Studie und die Erläuterung der Berechnungsmethode finden Sie im Internet auf den Seiten des WIP.

Mehrumsatz der Privatpatienten
 
 

Die Unterschiede in der Vergütung beleben den Wettbewerb der Systeme.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) war bei ihrer Einführung als Pflichtversicherung für schutzbedürftige Personen gedacht. Die medizinische Grundversorgung für diese Personen, vornehmlich Arbeiter, erfolgte unter sozialen Bedingungen – einkommensabhängig und mit sozial gestalteten Preisen. Allen nicht als schutzbedürftig geltenden Bevölkerungsgruppen blieb es selbst überlassen, sich gegen die Risiken des Lebens privat abzusichern und Eigenvorsorge zu betreiben.


In den vergangenen Jahrzehnten wurde die GKV allerdings auf immer neue und immer größere Personenkreise ausgedehnt. Zugleich hat der Gesetzgeber zunehmend die Möglichkeit eingeschränkt, der privaten Krankenversicherung beizutreten. Heute sind rund 90 Prozent der Bürger gesetzlich versichert, die ursprüngliche Konzeption als Sozialversicherung für Bedürftige ist kaum noch wiederzuerkennen.


Um den Kostenanstieg bei den gesetzlichen Kassen zu begrenzen, hat der Gesetzgeber in der Vergangenheit eine Vielzahl von Budgetierungen, Zuzahlungen und Leistungskürzungen in der GKV durchgesetzt. Solche nachträglichen Eingriffe ins Leistungsgeschehen gibt es in der PKV nicht.


Deshalb ist ein anderes starkes Marktsegment wie die private Krankenversicherung für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem wichtiger denn je. Das belebt den Leistungswettbewerb und kann zugleich als ständiges Korrektiv dafür dienen, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht noch stärker als bisher vom Gesetzgeber eingeschränkt werden.

 

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